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An dieser Stelle haben Sie Gelegenheit, bei einem "Besonderen Fall" selbst die Differentialdiagnose zu stellen. Der komplette Fall erscheint in der nächsten Ausgabe des SMF.

Fall 08-2017

Schwere Eosinophilie

Eine 65-jährige Patientin wurde Ende Juni 2016 aufgrund einer bereits seit einer Woche bestehenden zunehmenden Allgemeinzustandsverschlechterung hospitalisiert. Sie klagte über intermittierendes Fieber, Schwindel, Husten, Diarrhoe sowie einen juckenden Hautausschlag. Die behandelnde Hausärztin hatte bei Verdacht auf einen pulmonalen Infekt eine antibiotische Therapie mit Amoxicillin/Clavulansäure initiiert.

Aus der persönlichen Anamnese war ein mit Bronchodilatativa und inhalativen Kortikosteroiden kontrolliertes Asthma bronchiale bekannt. Weiter hatte die Patientin keine bekannten Allergien, und bis auf das verordnete Antibiotikum wurden keine neuen Medikamente eingenommen.

Die Patientin stammt aus Thailand, lebte aber seit mehr als 30 Jahren mit ihrem Ehemann in der Schweiz. Der letzte Thailandaufenthalt dauerte von Oktober 2015 bis Januar 2016 und beinhaltete Familienbesuche in den Regionen Pattaya, Koh Samui und Hua Hin. Sexual- und Umgebungsanamnese waren unauffällig.

Bei Eintritt präsentierte sich die allseits orientierte Patientin mit einem Blutdruck von 94/58 mm Hg, einem Puls von 93 Schlägen pro Minute sowie einer aurikulären Temperatur von 38,4 °C. In der klinischen Untersuchung fiel ein stammbetontes, makulopapulöses und teils urtikarielles Exanthem auf (Abb. 1). Die erweiterte klinische Un-tersuchung war bis auf ein obstruktives Atemgeräusch über allen Lungenfeldern unauffällig.

 

Abb. 1

Im aktuellen Blutbild zeigten sich eine schwergradige Eosinophilie mit einer absoluten Eosinophilenzahl bis zu 13,8 × 109/l sowie ein erhöhtes C-reaktives Protein mit 88 mg/l. Weiterhin auffällig waren erhöhte Cholestaseparameter bei normwertigen Leberenzymen. In der Abdomensonographie zeigte sich eine Cholezystolithiasis. Die Urinuntersuchung war unauffällig, ebenso blieben mehrere abgenommene Blutkulturen ohne Erregernachweis.

Der initiale Verdacht auf eine Pneumonie konnte konventionell-radiologisch nicht bestätigt werden, so dass wir uns bei möglicher medikamenteninduzierter, allergischer Reaktion für die Sistierung der antibiotischen Therapie entschieden. In der Folge zeigte sich jedoch eine persistierende Symptomatik mit rezidivierenden febrilen Temperaturen, juckendem Exanthem sowie intermittierender Diarrhoe; auch die Eosinophilenzahl blieb unverändert hoch.

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Die Auflösung dieses Falls in der nächsten Ausgabe

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