Editorial

Leserumfrage «Medizinische Fachpresse 2017»

Qualität und ­Unabhängigkeit von medizinischen Fachzeitschriften stehen hoch im Kurs

Nicolas Rodondi

DOI: https://doi.org/10.4414/smf.2018.03189
Veröffentlichung: 03.01.2018
Schweiz Med Forum 2018;18(0102):5

Die kürzlich veröffentlichte Leserumfrage «Medizinische Fachpresse 2017» des Markt- und Sozialforschungsinstituts gfs-zürich bestätigt erneut den Spitzenplatz des «Swiss Medical Forum» unter den medizinischen Fortbildungszeitschriften in der Schweiz.

Wie bereits in der im Jahr 2010 ähnlich durchgeführten Umfrage hat das «Swiss Medical Forum» (SMF) in der ­Leserumfrage 2017 sowohl in der Gesamtgruppe der Befragten als auch in den untersuchten Subgruppen exzellente Reichweiten erzielt.

In der Frage nach dem «weitesten Leserkreis» (WLK: «Zeitschrift in den letzten sechs Monaten mindestens einmal in der Hand gehabt, um darin zu blättern oder zu lesen») liegt das SMF nach der «Schweizerischen Ärztezeitung» (SÄZ) an zweiter Stelle unter 48 evaluierten Zeitschriften: Der WLK des SMF umfasst 92% der Schweizer Ärztinnen und Ärzte (SÄZ: 94%). Auch in der etwas spezifischeren Frage nach der Reichweite («Wie viele von 6 aufeinanderfolgenden Ausgaben der untenstehenden Zeitschriften lesen oder blättern Sie normalerweise durch?») nimmt das SMF den zweiten Platz nach der SÄZ ein, und zwar sowohl in der Deutschschweiz mit 69% als auch in der Romandie mit 59%.

Besonders gefreut hat uns, dass die Reichweitenwerte nicht nur im Gesamtdurchschnitt, sondern auch innerhalb der ausgewerteten Fachgruppen hoch sind. Denn das Konzept des SMF ist ja gerade, für alle Ärztinnen und Ärzte interessante Weiter- und Fortbildung anzubieten, mit aktuellen Übersichtsartikeln zu Themen, die über das jeweils eigene Fachgebiet hinaus­gehen. Die Reichweite des SMF beträgt in der Gruppe «Allgemeine Innere Medizin» 74%, in der Gruppe «Neurologie und Psychiatrie» 60%, in der Gruppe «Kardio­logie und Angiologie» und bei den Onkologen je 65%.

Sehr interessant sind auch die Resultate der anderen gestellten Fragen. Die redaktionelle Unabhängigkeit von medizinischen Fachzeitschriften ist für 73% der Befragten sehr wichtig, mit einem ausserordentlich hohen Mittelwert (4,7 von 5 Punkten). Auch dass die Artikel einem Peer reviewing unterzogen werden, ist für die Befragten von grosser Wichtigkeit (Mittelwert 4,3 von 5 Punkten).

Fachzeitschriften (4,3) sind zusammen mit dem Internet (4,4) immer noch die wichtigste Informationsquelle für die Ärztinnen und Ärzte, deutlich mehr als die Kongresse (4,1). Die Umfrage zeigt aber auch einen Einfluss des Alters der Befragten bei dieser Antwort: Während die Zeitschriften bei den älteren Leserinnen und Lesern höhere Punktwerte erzielen, verhält es sich beim Internet genau umgekehrt.

Auf die Frage «Was gefällt Ihnen am Swiss Medical ­Forum?» wurden folgende Stichworte spontan am häufigsten genannt: Qualität, Inhalt / übersichtlich, kompakt / Zusammenfassungen, Reviews, Überblick / Vielfalt, breite Information / neutral, sachlich, praxisnah, relevant.

Ihre Antworten im Rahmen dieser Leserumfrage haben uns in der Redaktion natürlich sehr gefreut und angespornt. Sie bestärken uns darin, unser redaktionelles Konzept weiter zu verfolgen. Wir werden auch in Zukunft der Vielfalt, Praxisrelevanz, Qualität und Unabhängigkeit höchste Priorität einräumen und parallel zur Printausgabe unseren Internet-Auftritt weiterentwickeln. Wir freuen uns, wenn wir Sie auch im 2018 zu unseren Leserinnen und Lesern zählen dürfen.

Auch ausserhalb von Befragungen sind uns Ihre direkten Rückmeldungen immer willkommen: Ihr Feedback zu Artikeln, Ihre Ideen und Vorschläge ebenso wie Ihre kritischen Kommentare, die oft punktgenau auf ein Detail hinweisen, das wir noch verbessern können.

Sie erreichen uns unter office[at]medicalforum.ch.

Eine Beschreibung von Studienorganisation und ­-inhalt der Umfrage von gfs-zürich und zahlreiche detaillierte Grafiken zu den Resultaten finden sie online unter www.emh.ch/leserumfrage.

Prof. Dr. med. Nicolas Rodondi, Chefredaktor Swiss Medical Forum

Kopfbild: © Raquel Camacho Gómez | Dreamstime.com