access_time veröffentlicht 11.02.2019

Akute Infekte und Risiko für Myokardinfarkte

Prof. Dr. med. Reto Krapf

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Akute Infekte und Risiko für Myokardinfarkte

11.02.2019

Eine lesenswerte, aktuelle Review erinnert uns daran, dass nach häufigen Infekten (obere und untere respiratorische Infekte, urogenitale Infekte) das Auftreten von Myokardinfarkten signifikant erhöht ist [1]. 7–8% der hospitalisierten Patient(inn)en mit Pneumokokkenpneumonie sollen einen Myokardinfarkt aufweisen, das Troponin also nicht Ausdruck einer Permeabilitätsstärung der Myokardiozyten oder gar einer «Begleitmyokarditis» sein. Interessant ist, dass dieses Risiko bei gewissen, vorwiegend schwereren und invasiven, Infekten Jahre andauern, aber durch entsprechende Impfungen (z.B. Pneumokokken und Influenza) offensichtlich auch reduziert werden kann.

Schon vor bald 20 Jahren wiesen auch heute in St. Gallen arbeitende Kardiologen (Proff. P. Ammann und H. Rickli) darauf hin, dass akute Koronarsyndrome nach febrilen Infekten, oft mit angiographisch fehlenden oder sehr diskreten atheromatösen Veränderungen (damals als MINC bezeichnet: «myocardial infarction with normal coronary arteries»), gehäuft auftreten [2].

1 NEJM 2019

2 Chest 2000

Verfasst am  15.01.2019

Prof. Dr. med. Reto Krapf

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