access_time veröffentlicht 28.12.2017

Beatmung und Einfluss auf kardiovaskuläre Endpunkte bei OSAS

Prof. Dr. med. Reto Krapf

Praxisrelevant

Beatmung und Einfluss auf kardiovaskuläre Endpunkte bei OSAS

28.12.2017

Verschiedene Studien haben eine Assoziation zwischen kardiovaskulären Erkrankungen und dem Schlafapnoe-Syndrom (OSAS) – auch nach Korrektur für Komorbiditäten wie Adipositas – gezeigt. Als pathophysiologisch relevante Mechanismen werden unter anderem erhöhte katecholaminerge Aktivität, Insulinresistenz, intermittierenden Hypoxämien vermutet. Die Beatmung mit «positive airway pressure» (PAP) führte in der Tat zu einer ­bescheidenen Reduktion des Blutdruckes. Es gibt bereits Fachempfehlungen zur Anwendung von PAP, zum Beispiel zur Verhinderung von Rezidiven bei einem Schlaganfall oder ­einer transient ischämischen Attacke («American Heart Association» [AHA]/ «American Stroke Association» [ASA]).

Eine Metaanalyse von 10 diesbezüglich kontrollierten und randomisierten Studien zeigt nun, dass eine PAP ohne Einfluss auf die gewählten Endpunkte (akute Koronarsyndrome, Schlaganfälle oder kardiovaskuläre bedingte Todesfälle) bleibt.

JAMA. 2017;318(2):156–66.

Verfasst am 27.11.2017

Prof. Dr. med. Reto Krapf

Ähnliche Beiträge

veröffentlicht 28.08.2017

Kardiovaskuläre Risikofaktoren und zerebral abgelagertes Amyloid

veröffentlicht 17.08.2017

Relation zwischen Transfettsäurenverbot und Spital­einweisungen

veröffentlicht 09.06.2017

Kalzium und kardiovaskuläre Erkrankungen: Gefahr?

Bloggen Sie mit!

Wollen Sie auch einen Blogbeitrag publizieren? Dann schreiben Sie uns!

Mail an Redaktion

Verpassen Sie keinen Artikel!

close