access_time veröffentlicht 17.05.2019

Denosumab oder Biphosphonate als Erstlinientherapie bei Osteoporose?

Prof. Dr. med. Reto Krapf

Praxisrelevant

Denosumab oder Biphosphonate als Erstlinientherapie bei Osteoporose?

17.05.2019

Ausnahmsweise wieder einmal eine Metaanalyse: Eine Auswertung von zehn randomisierten, kontrollierten Studien mit Direktvergleich von Denosumab mit ­Bisphosphonaten ergab einen stärkeren Effekt von Denosumab auf die Knochenmineraldichte in der Lendenwirbelsäule, der gesamten Hüfte und dem Femurhals. Allerdings fand man (mit Ausnahme von einer der zehn Studien) keinen unterschiedlichen Effekt auf die Frakturrate (12 Monate).

Es scheint also keinen überzeugenden Vorteil im limitierten Kurzzeitvergleich zu geben und die Ersttherapie darf durch persönliche Präferenzen und Erfahrungen mitbestimmt werden. Das Bisphosphonat-­Infusionssyndrom einerseits und der Absetzeffekt nach Denosumab andererseits sind unter anderen wichtige Faktoren in der Entscheidungsfindung.

JCEM 2019

Verfasst am 15.04.2019

Bild: ID 124449884 © Pop Nukoonrat | Dreamstime.com

Prof. Dr. med. Reto Krapf

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