access_time veröffentlicht 01.04.2019

Direkt wirkende Antikoagulanzien: Die ­empfohlene Dosis scheint die beste!

Prof. Dr. med. Reto Krapf

Praxisrelevant

Direkt wirkende Antikoagulanzien: Die ­empfohlene Dosis scheint die beste!

01.04.2019

In einer Patientenkohorte (n = 8425), deren Mitglieder zwischen 2011 und 2017 neu direkt wirkende orale Antikoagulanzien aufgrund eines nicht-valvulären Vorhofflimmerns verschrieben erhielten, wurde untersucht, wie viele Patient(inn)en wegen tatsächlicher oder befürchteter Blutungsnebenwirkungen – entgegen der Herstellerempfehlungen – mit einer Dosisreduktion weiterbehandelt wurden.

Es waren ganze 40%! Leider stiegen dabei signifikant auch die direkt/indirekt folgenden Endpunkte: erhöhte Rate an Schlaganfällen, Herzinfarkten, Mortalität. In Übereinstimmung mit anderen Studien sank bei tieferer Dosis auch das Blut­ungsrisiko nicht, sondern stieg hier sogar signifikant an.

Die Gründe sind nicht klar: Es könnte sich um eine Subgruppe mit generell mehr und stärkeren Blutungsgründen handeln, die sich im Verlauf der Therapie unabhängig der Dosis weiter akzentuieren.

Am J Med 2019

Verfasst am 18.02.2019

Prof. Dr. med. Reto Krapf

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