access_time veröffentlicht 09.05.2018

Fokus auf: Tinnitus

Prof. Dr. med. Reto Krapf

Im Fokus

Fokus auf: Tinnitus

09.05.2018

– Prävalenz zwischen 10 und 25% (bei Menschen >18 Jahren), am häufigsten bei 70-Jährigen.

– Etwa jeder 20. Patient mit Tinnitus empfindet diesen als extrem störend.

– Spontanes Verschwinden möglich (nach 5 Jahren bei 40% mit inital mildem bzw. bei 20% mit schwerem Tinnitus).

«Red flags» (für wichtigste Differentialdiagnosen):

  • Ohrschmerzen und Ausfluss (Infektionen, Entzündungen?).
  • (Dreh-)Schwindel und Störungen des Gleichgewichtes (Me­nière, Akustikusneurinom, Migräne-assoziierter Schwindel).

– Audiologische Evaluation empfohlen bei Hörschwäche, unilateralem Tinnitus und Persistenz >6 Monate.

– Keine Magnetresonanztomographie, ausser wenn: unilateraler oder pulsatiler Tinnitus, ­fokal-neurologische Defizite oder assoziierter einseitiger Hörverlust.

Behandlung:

  • Psychologisch (u.a. kognitive Verhaltenstherapie).
  • Akustikus-Stimulation.
  • Medikamente und pflanzliche Stoffe ohne bewiesene Effekte.

N Engl J Med 2018; 378:1224–31 .

Verfasst am 12.04.2018

Prof. Dr. med. Reto Krapf

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