access_time veröffentlicht 28.11.2018

Fokus auf: Myelopathie

Prof. Dr. med. Reto Krapf

Im Fokus

Fokus auf: Myelopathie

28.11.2018

• Klinische Diagnose primär basierend auf:

– Identifizierung eines sensorischen Ausfallniveaus

– Initial schlaffe, übergehend nach Tagen in spastische Parese (Eigenreflexe gesteigert, Babinsky positiv)

– Lhermitte-Zeichen (elektrisierende Schmerzen bei Kopf­flexion)

• Häufigste Ursache einer nicht-traumatischen Paraparese: ­zervikale, kompressive Myelopathie (Abb. 1), oft folgend auf progressive Gangstörungen

• Spezialfälle:

– Dorsolaterale Myelopathie (neben Parästhesien v.a. obere Extremität, Vibration und Lagesinn gestört und motorische Ausfälle, v.a. untere Extremität): B12-Mangel, HIV-Myelo­pathie, Kupfermangel

– Myelitis mit typischer schneller Symptomprogredienz über Stunden bis Tage, längerer Verlauf u.a. bei Multipler Sklerose

– Traumatische Halbseitenschädigung (Brown-Séquard: Ipsilaterale motorische Schwäche und gestörter Vibrations-/Lagesinn, kontrolateral: gestörte Schmerz-/Temperatursensation)

• Magnetresonanztomographie zentral zur Eingrenzung der (mitunter breiten) Differentialdiagnose

American Journal of Medicine 2018.

Verfasst am 31.10.2018

Prof. Dr. med. Reto Krapf

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