access_time veröffentlicht 30.04.2019

Mehr Salz oder weniger?

Prof. Dr. med. Reto Krapf

Nicht ganz ernst gemeint oder vielleicht doch?

Mehr Salz oder weniger?

30.04.2019

Eine interessante und witzige Diskussion vorwiegend von Proponenten einer sehr tiefen Kochsalzdiät kritisiert die auch hier – ziemlich positiv – diskutierte [1] PURE(«prospective urban rural epidemiology»)-Studie [2], die gefunden hatte, dass sich eine Kochsalzreduktion nur bei Individuen in Populationen lohnen würde, wenn die Zufuhr >12,5 g Kochsalz (oder >5 g Na­trium) liegen würde.

Die Studie wird vor allem wegen den ­bekanntermassen ungenauen Morgenurin-Messungen der Natriurese kritisiert. Sie bleibt aber die eindrücklichste Beobachtungsstudie (fast 8 Jahre Nachbeobachtung, 135 000 Patient(inn)en, viele Länder, 200 Zen­tren) und die beste Evidenz, die wir haben. Dass dieselbe ­Lücken hat, ist den Leserbriefen unterhaltend zu entnehmen [3].

1 Swiss Med Forum

2 Lancet 2018

3 Lancet 2019;393(10178):1293–5

Verfasst am 01.04.2019

Prof. Dr. med. Reto Krapf

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