access_time veröffentlicht 20.05.2019

Organtransplantationen nicht um jeden Preis?

Prof. Dr. med. Reto Krapf

Praxisrelevant

Organtransplantationen nicht um jeden Preis?

20.05.2019

Schon lange beschäftigt «Kurz und bündig» die Frage, inwiefern sich die in den letzten Jahren immer weiter hinausgeschobenen Grenzen der Akzeptanz eines Spenderorgans rächen könnten. Diese – aufgrund des «Organmangels» (horribile dictu!) – bis zu einem Teil verständliche Taktik scheint nun aber in der Transplantation von Nieren, die von bezüglich Blutgruppen (ABO) inkompatiblen Spendern stammen, an eine wichtige Grenze zu kommen oder – je nach Standpunkt – diese überschritten zu haben.

In den ersten drei Jahren riskiert man eine deutlich erhöhte Mortalität, eine ­erhöhte Zahl von Organversagen und Pro­bleme wie Abstossungsreaktionen, Infekte und Blutungen, dies trotz diverser Desensibilisierungsmethoden. Ab dem fünften Jahr gleichen sich die Endpunkte an, was wohl einer Selektion relativ guter ­Risiken entspricht.

Lancet 2019

Verfasst am 23.04.2019

Bild: ID 79060266 © Susanne Neal | Dreamstime.com

Prof. Dr. med. Reto Krapf

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