access_time veröffentlicht 16.03.2019

Postoperative Lungenkomplikationen nach neuromuskulärer Blockade

Prof. Dr. med. Reto Krapf

Das hat uns weniger gefreut

Postoperative Lungenkomplikationen nach neuromuskulärer Blockade

16.03.2019

Die multizentrische POPULAR-Studie bestätigte soeben frühere Beobachtungen, dass dabei die postoperativen Lungenkomplikationen signifikant und deutlich ansteigen. Eine der Hypothesen zur Pathogenese dieser Komplikationen liegt in der Annahme einer ­residuellen, neuromuskulären Blockade nach Extubation. Etwas kontraintuitiv (und unerfreulich) ist deshalb die Beobachtung, dass weder das neuromuskuläre Monitoring (zur Kontrolle der Muskelaktivität) noch eine medikamentöse Antagonisierung (u.a. mit Neo­stigmin) einen Effekt auf die Komplikationsrate ausübten.

Die Autoren glauben, dass noch zu oft mit neuromuskulärer Blockade operiert wird und empfehlen, diese vor allem bei Patient(inn)en mit guter pulmonaler Funktion vermehrt zu evaluieren.

The Lancet Respiratory Medicine 2019

Verfasst am 10.02.2019

Prof. Dr. med. Reto Krapf

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