access_time veröffentlicht 11.04.2019

Präeklampsie-Screening

Prof. Dr. med. Reto Krapf

Praxisrelevant

Präeklampsie-Screening

11.04.2019

Eine Präeklampsie tritt in der Schweiz in 1–5% der Schwangerschaften (bei schwarzen Patientinnen bis zu dreimal mehr) auf und ist eine wichtige Ursache mütterlicher und kindlicher Morbidität und Mortalität. Dank der protektiven Wirkung von Aspirin® (ASPRE-Studie [1]) lohnt sich ein Screening zur Identifikation von Patientinnen mit erhöhtem Präeklampsie-Risiko.

Die neuesten schweizerischen Empfehlungen [2] lauten: Berechnung des Risikos durch Verwendung klinischer Risikofaktoren sowie des sorgfältig gemessenen mütterlichen Blutdrucks, des Blutflusses in den Arteriae uterinae (anlässlich des Ultraschalls im ersten Trimester) und der Bestimmung des PlGF (des plazentaren Wachstumsfaktors). Die Risikoberechnung kann dann einfach online [3] erfolgen. Durch diese Risikostratifikation liegt die positive Screening-Rate bei 10%, eine frühe Präeklampsie kann zu 90%, eine solche in den letzten Wochen vor Geburt zu 75% vorausgesagt und eben – darum die Screening-Empfehlung – mit Aspirin® signifikant unwahrscheinlicher gemacht werden.

1 N Engl J Med 2017

2 www.sggg.ch/fileadmin/user_upload/57_Risikospezifizierung_Praeeklampsie.pdf

3 https://fetalmedicine.org/research/assess/preeclampsia/first-trimester

Verfasst am 14.03.2019

Prof. Dr. med. Reto Krapf

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