access_time veröffentlicht 13.04.2019

Relevant für Erste Hilfe und den Rettungsdienst

Prof. Dr. med. Reto Krapf

Praxisrelevant

Relevant für Erste Hilfe und den Rettungsdienst

13.04.2019

In den USA läuft gegenwärtig eine Opiatintoxikationsepidemie mit hohen Mortalitätraten ab. Ein wesentlicher Faktor ist die (zu) freizügige Verschreibepraxis von Opiaten als Analgetika. Dazu haben die Verteufelung auch eher diskreter Schmerzen und die (teilweise im­perativen) Qualitätsstandards zur Schmerzkontrolle leider ebenfalls beigetragen. Ob und inwiefern diese Epidemie Europa und die Schweiz schon erreicht hat, ist noch unklar.

Mittels Smartphone ist es möglich, eine Opiatintoxikation mit hoher diagnostischer Sicherheit (über 90% Sensitivität und Spezifität) zu erfassen. Das Smartphone – respektive der in ihm arbeitende Algorithmus – «lernte» die typischen Zeichen der Opiatwirkung bei Patient­(inn)en mit Fentanylanästhesie und bei Individuen, die unter Supervision in einer Drogenbetreuungsstelle Opiate injizierten. Das von Laien, Rettungs­sanitätern oder auch Pflegefachpersonen auf den Bettenstationen benutzbare Gerät analysiert Rhythmusänderungen bei den Atem­depressionen, Apnoephasen und Veränderungen der motorischen Aktivität.

Sci Transl Med. 2019

Verfasst am 16.03.2019

Prof. Dr. med. Reto Krapf

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