access_time veröffentlicht 04.03.2019

Verbesserte Risikoabschätzung osteoporo­tischer Frakturen

Prof. Dr. med. Reto Krapf

Was auch noch aufgefallen ist

Verbesserte Risikoabschätzung osteoporo­tischer Frakturen

04.03.2019

Die weitherum verfügbare Densitometrie hat eine ziemlich limitierte Sensitivität zur Abschätzung des realen Frakturrisikos. Vor allem bei älteren Menschen werden mit der Densitometrie, selbst in Kombination mit kli­nischen Risiko-Scores (z.B. sog. FRAX), sehr oft keine adäquaten Frakturprognosen gestellt.

Mittels Bestimmung der sogenannten Mikroarchitektur (computertomographisch) und komplizierter Berechnungsmethoden der Knochenbrüchigkeit (sog. «finite element analysis») an den distalen Enden von Radius und Tibia wurde bei mehr als 7000 Patient(inn)en (etwa 70-jährig, 92% davon hatten bei Beginn der Studie im Femurhals gemäss Densitometrie keine Osteoporose!) Folgendes gefunden: Die volumetrische Knochendichte der Knochentrabekel und der Kortikalis erlaubte unabhängig von der klassischen Densitometrie und von FRAX eine stark verbesserten ­Risikoabschätzung für osteoporotische Frakturen (sog. «hazard ratio» deutlich über 2 pro Standardabweichung!). Leider wird diese CT-Methode in der Schweiz von den Kassen nicht übernommen und nur vereinzelte Institute bieten die Technologie überhaupt an.

Lancet Diabetes Endocrinol 2019

Verfasst am 24.01.2019

Prof. Dr. med. Reto Krapf

Ähnliche Beiträge

veröffentlicht 07.06.2017

Progressive Anstrengungsdyspnoe

Bloggen Sie mit!

Wollen Sie auch einen Blogbeitrag publizieren? Dann schreiben Sie uns!

Mail an Redaktion

Verpassen Sie keinen Artikel!

close