access_time veröffentlicht 19.04.2019

Vorhofflimmern zum Zweiten und zum Dritten

Prof. Dr. med. Reto Krapf

Für Ärztinnen und Ärzte am Spital

Vorhofflimmern zum Zweiten und zum Dritten

19.04.2019

Soll man symptomatische Patient(inn)en mit dokumentiert neu aufgetretenem Vorhofflimmern sofort konvertieren oder lohnt es sich, den Spontanverlauf abzuwarten?

Es lohnt sich gemäss einer holländischen Studie mit 437 Patient(inn)en mit innert 36 Stunden ­dokumentiert neuem Vorhofflimmern. Die frühe Interventionsgruppe (mit elektrischer Kardioversion oder Flecainid) wies nach vier Wochen die gleiche Häufigkeit von Vorhofflimmern auf wie die konservative Gruppe. Die Akutkonversion verlängerte den Aufenthalt auf der Notfallstation aber um etwa 40 Minuten [1].

Die Antikoagulation bei Patient(inn)en mit Vorhofflimmern und akutem koronarem Syndrom oder einem koronaren Dilatationseingriff ist schwierig: Hemmung der plasmatischen Gerinnung und Plättchenhemmung, aber womit? Die Kombination eines direkt wirkenden Antikoagulans (Apixaban) mit einem P2Y12-Hemmer (in mehr als 90% Clopidogrel) ohne Azetylsalizylsäure führte nicht zu vermehrten ischämischen Ereignissen (über 6 Monate), dafür weniger Blutungen und Re-Hospitalisationen

1 NEJM 2019

2 NEJM 2019

Verfasst am 25.03.2019

Prof. Dr. med. Reto Krapf

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