access_time veröffentlicht 16.06.2019

Warum hemmen Glukokortikoide das kindliche Wachstum?

Prof. Dr. med. Reto Krapf

Neues aus der Biologie

Warum hemmen Glukokortikoide das kindliche Wachstum?

16.06.2019

Systemische Glukokortikoide zum Beispiel im Rahmen von Organtransplantationen bei Kindern hemmen das longitudinale Wachstum. Die Akten bezüglich eines potentiell negativen Effektes auf das Wachstum bei Appli­kation topischer Steroide (z.B. bei Asthma) scheinen auch noch nicht ganz geklärt.

FGF-23 ist ein von Osteozyten gebildetes Hormon, das den Körper vor ­einer Phosphatvergiftung schützt, und zwar via eine erhöhte renale Phosphatelimination. FGF-23 wird auch in Chondrozyten der ossären Wachstumszone exprimiert. Wenn in vivo oder in vitro Glukokortikoide appliziert werden, wird FGF-23 dort überexprimiert. Eine Hemmsubstanz gegen den Rezeptor des FGF-23 vermochte die Glukokortikoid-induzierte Hemmung der Chrondrozyten in der Wachstumszone zu antagonisieren.

Ein vielversprechender Ansatz zur Prävention/Behandlung dieser Glukokortikoidnebenwirkung.

J Bone Miner Res. 2019.

Verfasst am 22.05.2019.

Bild: ID 5569187 © Olivier Le Queinec | Dreamstime.com

Prof. Dr. med. Reto Krapf

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