access_time veröffentlicht 21.07.2020

COVID-19: nach der akuten Phase

Prof. Dr. med. Reto Krapf

COVID-19 Kurz und bündig

COVID-19: nach der akuten Phase

21.07.2020

In einer leider unkontrollierten Beobachtung bei 165 ehemals wegen COVID-19 hospitalisierten italienischen Patienten (der Grossteil mit Pneumonie) verblieben auch noch zwei Monate nach dem SARS-CoV-2-Infekt Symptome wie Müdigkeit, Kurzatmigkeit, Arthralgien und Brustschmerzen [1]. Zudem wurde bei einem gesunden Blutspender (anti-SARS-IgG-positiv und kompatible Anamnese einer COVID-19-Erkrankung) 40 Tage nach der COVID-19-Erkrankung zirkulierende SARS-CoV-2-RNA im Blut (RNAämie) gefunden [2]. Eine falsche Positivität (die RNA-Amplifikation von zwei verschiedenen Gensequenzen war positiv) scheint unwahrscheinlich, die Infektiosität (RNAämie versus Virämie) aber unklar (kein Versuch, eine zelluläre Infiltration in vitro zu zeigen).

Die Symptome in der italienischen Studie könnten am ehesten unspezifische Spätfolgen sein, wie sie auch bei anderen schweren respiratorischen (viralen) Infekten beobachtet werden. Die zweite Studie erfordert im Hinblick auf Transfusionsrichtlinien eine Klärung.

 

1 Carfì A, Bernabei R, Landi F, Gemelli Against COVID-19 Post-Acute Care Study Group. Persistent Symptoms in Patients After Acute COVID-19. JAMA. 2020 Jul 9;e2012603. Online ahead of print.

2 Pham TD, Huang C, Wirz OF, et al. SARS-CoV-2 RNAemia in a Healthy Blood Donor 40 Days After Respiratory Illness Resolution. Ann Intern Med. 2020 Jul 17. Online ahead of print.

Foto: BSIP SA, Alamy Stock Photo

Prof. Dr. med. Reto Krapf

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