access_time veröffentlicht 11.05.2020

Ein Tiermodell für COVID-19

Prof. Dr. med. Reto Krapf

COVID-19 Kurz und bündig

Ein Tiermodell für COVID-19

11.05.2020

Das SARS-CoV-2 bindet mit seinem sogenannten Spike-Protein an das «angiotensin-converting enzyme 2» (ACE-2) und kann auf diesem Wege humane Zellen infizieren. Transgene Mäuse, welche die humane Form des ACE-2 exprimieren, können – im Gegensatz zu sogenannten Wildtyp-Mäusen – durch SARS-CoV-2 infiziert werden. Die pulmonale Pathologie dieser infizierten transgenen Mäuse ist durch eine lymphozytäre und makrophagenreiche interstitielle Pneumonie charakterisiert. Ebenfalls war eine makrophagenreiche Alveolitis nachweisbar. Dieses Tiermodell könnte wichtig für das Verständnis der pulmonalen Pathogenese und für experimentelle therapeutische Interventionen sein. Weiter bestätigt die Beobachtung die zentrale Rolle des ACE-2 im Infektionsweg.

Bao L, Deng W, Huang B, et al. The pathogenicity of SARS-CoV-2 in hACE2 transgenic mice. Nature. 2020 May 7. [Epub ahead of print]

Foto: © Iuliia Mikhalitskaia | Dreamstime.com

Prof. Dr. med. Reto Krapf

Ähnliche Beiträge

veröffentlicht 18.02.2018

Benzodiazepine: Hospitalisationsrisiko Pneumonie

Bloggen Sie mit!

Wollen Sie auch einen Blogbeitrag publizieren? Dann schreiben Sie uns!

Mail an Redaktion

Verpassen Sie keinen Artikel!

close