access_time veröffentlicht 28.04.2020

Endothelschaden/Endothelitis bei COVID-19

Prof. Dr. med. Reto Krapf

COVID-19 Kurz und bündig

Endothelschaden/Endothelitis bei COVID-19

28.04.2020

Eine interessante pathologisch-anatomische Studie aus der Universität Zürich an drei Patienten zeigt, dass Endothelzellen durch SARS-CoV-2 infiziert werden und nachfolgend ein Endothelschaden respektive eine Endothelitis entsteht. Die Viren könnten dazu ihren auch auf Endothelzellen exprimierten Rezeptor, das «angiotensin converting enzyme 2» (ACE-2) bei der Zellinfiltration benutzen.

Diese Beobachtung könnte Teilerklärung für die offenbar gehäuften thromboembolischen Komplikationen sowie Thrombosen venöser und arterieller Lokalisationen sein. Inwiefern dieser Prozess auch zu den kardialen Komplikationen und dem akuten Auftreten der Lungenkomplikationen (Vaskulitiden?) beiträgt, bleibt zu klären.

Varga Z, Flammer AJ, Steiger P et al. Endothelial cell infection and endotheliitis in COVID-19. Lancet 2020 Apr 20 [Epub ahead of print].

Foto: © Elizaveta Galitskaya | Dreamstime.com

Prof. Dr. med. Reto Krapf

Ähnliche Beiträge

veröffentlicht 18.02.2018

Benzodiazepine: Hospitalisationsrisiko Pneumonie

Bloggen Sie mit!

Wollen Sie auch einen Blogbeitrag publizieren? Dann schreiben Sie uns!

Mail an Redaktion

Verpassen Sie keinen Artikel!

close