access_time veröffentlicht 21.04.2020

Informatives universelles Testen!

Prof. Dr. med. Reto Krapf

COVID-19 Kurz und bündig

Informatives universelles Testen!

21.04.2020

In einer Population mit hoher COVID-19-Prävalenz (New York City, USA), wurden vom 22. März bis zum 4. April 2020 bei Frauen, die zur Geburt eintraten, konsekutiv 215 nasopharyngeale Abstriche vorgenommen. Bei den vier symptomatischen Schwangeren war die RT-PCR («reverse transcription-polymerase chain reaction») in allen vier Fällen positiv. Bei den 211 asymptomatischen Frauen war der RNA/Virus-Nachweis in 13,7%, also bei jeder etwa siebten asymptomatischen Frau, auch positiv [1]! Die Befunde über falsch negative oder noch negative RT-PCR-Reaktionen in Verlauf von COVID-19 [2] ist potentiell mit der Auffassung kompatibel, dass die echte Rate der Virusträgerschaft noch höher sein könnte. Wie sich diese Zahlen in anderen Populationen und generell bei niedrigerer Prävalenz (z.B. beim Abflauen einer epidemischen Welle) gestalten, ist natürlich unklar.

1 Sutton D, Fuchs K, D'Alton M, Goffman D. Universal Screening for SARS-CoV-2 in Women Admitted for Delivery. N Engl J Med. 2020 Apr 13.
2 Ai T, Yang Z, Hou H, Zhan C, Chen C, Lv W, Tao Q, Sun Z, Xia L. Correlation of Chest CT and RT-PCR Testing in Coronavirus Disease 2019 (COVID-19) in China: A Report of 1014 Cases.Radiology. 2020 Feb 26:200642 [Epub ahead of print].


Foto: © Kiosea39 | Dreamstime.com

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