access_time veröffentlicht 11.05.2020

Kawasaki-Syndrom bei COVID-19

Prof. Dr. med. Reto Krapf

COVID-19 Kurz und bündig

Kawasaki-Syndrom bei COVID-19

11.05.2020

Vor mehr als 40 Jahren wurde von Kawasaki das damals auch als «Mukokutanes Lymphknotensyndrom» bezeichnete, einer infantilen Periarteriitis nodosa nicht unähnliche Syndrom beschrieben [1]. Der klinisch und prognostisch wichtigste Teil des Syndroms ist eine Vaskulitis mittelgrosser Arterien, zum Beispiel der Koronararterien (sekundär mit möglicher Ausbildung von Aneurysmata).

Ein ähnliches Syndrom scheint auch bei Kindern mit COVID-19 aufzutreten [2]. Ob das Syndrom eine uniforme Reaktion auf viele verschiedene virale Infekte sein kann oder ob es individuelle Unterschiede je nach auslösender/assoziierter Virusspezies gibt, scheint noch unbekannt.

  1. Kawasaki T, Kosaki F, Okawa S et al. A New Infantile Acute Febrile Mucocutaneous Lymph Node Syndrome (MLNS) Prevailing in Japan. Pediatrics. 1974 Sep;54(3): 271-6. Pediatrics 1974;54;271.
  2. Royal College of Paediatrics and Child Health 2020, www.rcpch.ac.uk/resources/guidance-paediatric-multisystem-inflammatory-syndrome-temporally-associated-covid-19.

Foto: © Kdshutterman | Dreamstime.com

Prof. Dr. med. Reto Krapf

Ähnliche Beiträge

veröffentlicht 18.02.2018

Benzodiazepine: Hospitalisationsrisiko Pneumonie

Bloggen Sie mit!

Wollen Sie auch einen Blogbeitrag publizieren? Dann schreiben Sie uns!

Mail an Redaktion

Verpassen Sie keinen Artikel!

close