access_time veröffentlicht 14.04.2020

Risikofaktoren für eine schlechte COVID-19-­Prognose

Prof. Dr. med. Reto Krapf

COVID-19 Kurz und bündig

Risikofaktoren für eine schlechte COVID-19-­Prognose

14.04.2020

Ein noch schlecht verstandenes Rätsel ist die Tatsache, dass eine SARS-CoV-2-Infektion nach 9–11 Tagen normalen Verlaufes plötzlich in eine schwere Pneumonitis ausmünden kann. Eine Gerinnungsaktivierung, die an eine disseminierte intravasale Gerinnung erinnert, ist oft nachweisbar. Patient(inn)en, die dann künstlich ventiliert werden müssen, haben mit einer rapportierten Mortalität zwischen 30 und 50% eine katastrophale Prognose. Negativ prognostische Faktoren für einen solchen Verlauf waren in Wuhan Alter, männliches Geschlecht, erhöhtes C-reaktives Protein, Lympho­penie, erhöhte Werte für Ferritin, Interleukin 6, hochsensitives Troponin und Laktatdehydrogenase. Detaillierte Gerinnungsanalysen fehlen leider in den Angaben dieser Arbeit.

Zhou F, Yu T, Du R, Fan G, Liu Y, Liu Z, et al. Clinical course and risk factors for mortality of adult inpatients with COVID-19 in Wuhan, China: a retrospective cohort study. Lancet. 2020;395(10229):1054-1062.

Prof. Dr. med. Reto Krapf

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