access_time veröffentlicht 18.04.2020

Vorbereitet sein in der Rehabilitation

Prof. Dr. med. Reto Krapf

COVID-19 Kurz und bündig

Vorbereitet sein in der Rehabilitation

18.04.2020

Eine Arbeit aus teilweise Schweizer Feder macht darauf aufmerksam, dass angesichts der für schwere Verläufe und längere Aufenthalte auf den Intensivstationen prädestinierten Risikopopulation (ältere Männer, eine oder mehrere vorbestehende Grunderkrankungen) mit einer Häufung von sogenannten «post intensive care syndromes» gerechnet werden muss.

Die Autoren rufen angesichts der zu erwartenden, zum Teil längeren Wiederaufbau erfordernden Polyneuropathie oder Myopathie bei kritischen Erkrankungen dazu auf, dass sich die stationären und ambulanten Rehabilitationsinstitutionen entsprechend vorbereiten müssen.

Das weite Spektrum eines sogenannten «post intensive care syndrome»:

Neuropsychiatrisch

  • kognitive Störungen
  • mnestische Störungen
  • Aufmerksamkeitsdefizite
  • Defizite/Störungen betreffend: visiospatiale Orientierung, Psychomotorik,  Impulsivität, posttraumatische Verarbeitung, Angst/Depression

Vorwiegend somatisch

  • Schmerzen
  • sexuelle Dysfunktion
  • Lungenfunktionseinschränkungen
  • Anstrengungsintoleranz
  • Neuropathie
  • Myopathie
  • schwere Müdigkeit/Abgeschlagenheit

Stam HJ, Stucki G, Bickenbach J. Covid-19 and post intensive care syndrome: a call for action. J Rehabil Med. 2020;52(4):jrm00044.

Foto: © Roman Sahaidachnyi | Dreamstime.com

Prof. Dr. med. Reto Krapf

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