access_time veröffentlicht 12.09.2018

Fokus auf: Inguinalhernien

Prof. Dr. med. Reto Krapf

Im Fokus

Fokus auf: Inguinalhernien

12.09.2018

Lebenszeitrisiko: Männer 27%, Frauen 3%.

Drei Formen: inguinal (direkt, indirekt), femoral.

– Unterscheidung allerdings nicht sehr wichtig (operatives Vorgehen meist identisch).

Diagnose: klinisch, bei Unklarheiten und atypischen Symptomen (DD: muskuloskelettale Schmerzen, Urolithiasis, Nervenkompressionen, Infekte?): Bildgebung am verlässlichsten mit CT (mit Valsava-Manöver), besser als Ultraschall.

– Physische Aktivität ohne Einfluss auf Progredienz oder Komplikationsrate (Inkarzerierung).

Vorgehen: Beobachtung möglich bei völliger Reponibilität und geringen Beschwerden:

  • Nur 1,8 notfallmässige Komplikationen auf 1000 Patienten pro Jahr.
  • Resultate gleich bei baldiger oder aufgeschobener Operation.
  • 70% der Patienten werden schliesslich operiert (Schmerzindikation).

Wichtigste postoperative Komplikation: chronische Inguinalschmerzen (Nervenkompression, Vernarbung, Fremdkörpermaterial) in bis zu 10–12% (!) der Fälle (nach mehr als 3 Monaten).

JAMA 2018.

Verfasst am 22.08.2018

Prof. Dr. med. Reto Krapf

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