access_time veröffentlicht 10.10.2018

Fokus auf: NSAR-induzierten Atemwegs­erkrankungen*

Prof. Dr. med. Reto Krapf

Im Fokus

Fokus auf: NSAR-induzierten Atemwegs­erkrankungen*

10.10.2018

Klinik:

– Obere Luftwege: verstopfte Nase, Rhinorrhoe, Niesen; inspektorisch: Pansinusitis, Polypen

– Untere Luftwege: Laryngospasmus, Husten, Giemen (Asthma)

– Seltener:

  • Haut: Urtikaria, Rötungen
  • Gastrointestinal: Schmerzen, Nausea

Mechanimus:

– Hemmung des Cox2-Enzyms mit Depletion an Prostaglandin E2 und sekundärer Überexpression der Leukotriene

Auslöser/Exazerbationen:

– Virale Infekte

– Alkoholkonsum, gastro-ösophagealer Reflux, Allergen- und Staubexpositionen, körperliche Anstrengungen

Diagnostik:

– Anamnese (respiratorische Symptome innerhalb von 90 Minuten nach Einnahme von nichtsteroidalen Antirheumatika [NSAR])

– «Verschattung» der Sinus im Nebenhöhlen-CT – NSAR-Exposition (nasal, peroral) mit Nachweis klinischer Symptome und Veränderungen in der Lungenfunktion

*Die Krankheit hat viele Namen: «Aspirin-exazerbierte respiratorische Erkankung», «Prostaglandinsynthesehemmer-Intoleranz» u.a.m.

NEJM 2018.

Siehe auch Swiss Med Forum 2011.

Verfasst am 16.09.2018

Prof. Dr. med. Reto Krapf

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