access_time veröffentlicht 10.04.2019

Hintergrundinformationen zu … Präeklampsie

Prof. Dr. med. Reto Krapf

Hintergrundinformationen

Hintergrundinformationen zu … Präeklampsie

10.04.2019

– Neu aufgetretene Hypertonie und Proteinurie oder neu aufgetretene Hyper­tonie mit Endorganschäden (Niere, Leber) mit oder ohne Proteinurie.

– Chronische Hypertonie: schon vor Konzeption bestehend. – Schwangerschaftshypertonie: vormals normotensive Frauen (zur 20. Schwangerschaftswoche [SSW]): systolischer Blutdruck ≥140 bis <160 mm Hg, diastolischer Blutdruck ≥90 bis <110 mm Hg (bei noch höheren Werte = schwere Präeklampsie).

– Sonderform: HELLP-Syndrom («hemolysis, elevated liver enzymes, low platelets»).

– Eklampsie: zusätzlich Krämpfe ohne vorbestehende Pathologie des Zentral­nervensystems.

– Zur Diagnose ist die Kenntnis der Normalwerte während der Schwangerschaft wichtig (siehe Abbildung). – Nach Screening: Aspirin®-Prophylaxe in Risikogruppen (150 mg, abends zwischen 11. und spätestens 16. SSW begonnen und bis zur 36. SSW mit sehr hoher Compliance, >90% !, eingenommen) ist sehr wirksam. Kein Aspirin® bei niedrigem Risiko.

– Cave: Dosisfrage offen! Die Bioverfügbarkeit von enterisch verkapseltem Aspirin® (Cardio) beträgt nur ca. 80%. Genügen die 100 mg oder braucht es 2 Aspirin Cardio®? Ein spezifisches «Schwangerschafts-Aspirin» wäre kein Luxus …

1 N Engl J Med 2017

2 www.sggg.ch/fileadmin/user_upload/57_Risikospezifizierung_Praeeklampsie.pdf

3 https://fetalmedicine.org/research/assess/preeclampsia/first-trimester.

Verfasst am 15.03.2019

Prof. Dr. med. Reto Krapf

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