access_time veröffentlicht 01.02.2019

Medikamentöse Therapie des obstruktiven Schlafapnoesyndroms (OSAS)?

Prof. Dr. med. Reto Krapf

Für Ärztinnen und Ärzte am Spital

Medikamentöse Therapie des obstruktiven Schlafapnoesyndroms (OSAS)?

01.02.2019

Der Behandlungs-Goldstandard beim OSAS, die «continuous positive airway pressure»-Therapie (CPAP-Therapie), ist mühsam. Eine orale Medikamentenkombination aus Atomoxetin und Oxybutynin (doppel-verblindet, randomisiert) verminderte den sogenannten Apopnoe-Hypopnoe-Index bei 20 Patient(inn)en dramatisch um etwa drei Viertel von 28,5 auf 7,5 pro Stunde mit eindrücklicher Besserung der Sauerstoffsättigungen. Die beiden Medikamente wirken dem repetitiven Kollaps der Schlundmuskulatur entgegen. Oxybutynin blockiert das aus Hirnstammneuronen sezernierte Acetylcholin am Nervus hypoglossus, während Atomoxetin die Inaktivierung von Norepinephrin am gleichen Ort hemmt. Dadurch wird der Musculus genioglossus (Zungenmuskel) im REM- und NREM-Schlaf quasi «wach» (tonisiert) gehalten. Positiv, aber leider noch präliminär ...

Science 2018

Verfasst am 28.12.2018

Prof. Dr. med. Reto Krapf

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