Replique

Replik

DOI: https://doi.org/10.4414/fms.2019.08299
Date de publication: 05.06.2019
Forum Med Suisse. 2019;19(2324):400

Dr. med. Rahel Sahli, Dr. med. Marc Jungi,

Prof. Dr. med. Emanuel Christ,

Dr. med. Adrian Goeldlin

Bern und Basel

Replik

Wir danken Herrn Dr. Schlossberg für seine kritischen und wichtigen Überlegungen zur Sinnhaftigkeit von Qualitätsindikatoren [1].

Es ist unbestritten, dass sich die medizinische und insbesondere die psychosoziale Betreuungsqualität nur schwer und unvollständig messen lassen.

Deshalb fokussieren wir unser Vorgehen in der Praxis auf einige wenige für die Patienten relevante, etablierte wie auch gemeinsam mit den Patienten definierte individuelle Ziele. Ebenso wichtig ist es für uns als Organisation mit mehr als 200 medizinischen Fachper­sonen jedoch, unsere Arbeit – in diesem Fall unser «Chronic Care Management» – bezüglich des behandelten Kollektivs kritisch, transparent und nachvollziehbar zu beurteilen und ständig zu verbessern.

Die von uns bezüglich Diabetes mellitus eingesetzten Kriterien der Schweizerischen Gesellschaft für Endokrinologie und Diabeto­logie sind unseres Erachtens massvoll und wurden praxisbezogen von Ärztinnen und Ärzten (inklusive Grundversorgern) entwickelt. Der sinnvolle Einsatz von guten Qualitätsindikatoren wie auch die Orientierung an Guidelines unterstützt uns unserer Meinung nach im Bemühen um eine hohe Betreuungsqualität. Die Analyse der Patientenzufriedenheit in unserem Kollektiv bestätigt dies nicht nur im Umgang mit krankheitsbezogenen Informationen, sondern auch im emotionalen Umgang mit der Krankheit.

Literatur

1 Schlossberg D. Qualitätsindikator. Swiss Med Forum. 2019;19(23–24):400.

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