access_time veröffentlicht 26.10.2020

Laparoskopische Resektion bei Ileitis terminalis Crohn: 1. Wahl?

Prof. Dr. med. Reto Krapf

Kurz und bündig

Laparoskopische Resektion bei Ileitis terminalis Crohn: 1. Wahl?

26.10.2020

Eine frühere Studie (LRI!C) hat gezeigt, dass bei Ileitis terminalis (<40 cm, keine Strikturen) die laparoskopische, ileozökale Resektion bei Patienten, bei denen eine konventionelle Immunosuppression nicht befriedigend erfolgreich war, einer Anti-TNF-Behandlung (Infliximab) überlegen war (Lebensqualität nach 12 Monaten [1]). Eine weiterführende Nachbeobachung von mehr als median 5 Jahren bestätigt nun einen anhaltenden Vorteil für die chirurgische Option. Eine lange Nachbeobachtung ist bei einer schubweise auftretenden Krankheit wie dem M. Crohn sehr wichtig. Fast die Hälfte der operierten Patienten konnte anhaltend ohne TNF-Blockade in der Remission erhalten werden [2]. Ein operatives Vorgehen scheint also in dieser Subgruppe von Patienten mit M. Crohn eine valable Option.

 

  1. Lancet Gastroenterol Hepatol. 2017, doi.org/10.1016/S2468-1253(17)30248-0
  2. Lancet Gastroenterol Hepatol. 2020, /doi.org/10.1016/S2468-1253(20)30117-5

Prof. Dr. med. Reto Krapf

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