access_time veröffentlicht 19.12.2017

Und in der Schweiz?

Prof. Dr. med. Reto Krapf

Und in der Schweiz?

19.12.2017

Der Zufall wollte es, dass die Tagesmedien ebenfalls am 20. November breit über den Medikamentenkonsum in Pflegeheimen berichteten. Es handelte sich dabei um einen kleinen Ausschnitt aus dem Arzneimittelreport (Ausgabe 2017) des Krankenversicherers Helsana.

PflegeheimpatientInnen nehmen anscheinend zumindest zu Beginn etwa neun Medikamente pro Tag (darin eingeschlossen z.B. Kalziumsupplemente, Vitamin D usw.) ein, nicht erstaun­licherweise doppelt so viele wie die selbständig lebende, alterskorrigierte Kontrollpopulation. Die Abbildung 1, die aus dieser Publikation stammt, zeigt aber auch, dass mit zunehmendem Alter die Medikamentenliste und damit die Kosten pro Person (in Heimen und zuhause) deutlich reduziert werden. Dabei wurden wohl die oben erwähnten Fragen von den HausärztInnen zusammen mit den Patient­Innen verantwortungsvoll gestellt (und sinnvoll beantwortet).

Helsana-Arzneimittelreport, Ausgabe 2017.

Verfasst am 21.11.2017

Abbildung 1: Tageskosten für Medikamentenbezüge von über 65-Jährigen, Vergleich von Pflegeheimbewohnern und der Schweizer Bevölkerung (2013–2016), Hochrechnung für die gesamte Schweiz.

(Aus: Helsana-Arzneimittelreport, Ausgabe 2017. https://www.helsana.ch/docs/arzneimittelreport-2017. pdf. Nachdruck mit freundlicher Genehmigung.)

Prof. Dr. med. Reto Krapf

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